Orimoto – The art of book folding

Wow! Niemals hätte ich mit so viel Resonanz auf meine gefalteten Bücher gerechnet… und ich freue mich ganz wahnsinnig darüber! 1000 Dank an Euch, für Eure durchweg positiven Reaktionen. <3!

Nachdem ich kläglich an mehreren Versuchen, das ganze u.a. via Twitter-DM zu erklären, gescheitert bin, will ich nun versuchen, Euch die Technik hier Schritt für Schritt zu zeigen.

Entdeckt habe ich Orimoto (abgeleitet von Origami; ori = falten, moto = Buch) in einer meiner Facebook-Bastelgruppen, in denen ich Mitglied bin.

Vor ein paar Wochen tauchte das erste Bild eines dieser Bücher in meiner Timeline auf und ich hab’ mich auf den ersten Blick verliebt. Nachdem auch eine Anleitung gepostet wurde, war meine Enttäuschung groß, denn man brauchte einen Drucker, um die Vorlage zu erstellen… und unserer ist kaputt. Die DIY-Pläne waren also erstmal wieder verworfen.

Trotzdem ließ die Idee mich nicht los. Ich wollte auch sowas schönes machen und das musste doch auch irgendwie ohne Drucker möglich sein?! Tja, was soll ich sagen… Ist es! Ich stieß über die FB-Gruppe ‘Handicraft with paper‘ auf die Seite Orime.de und wurde fündig. Dort muss man sich (für die freie Version des Programms) einmalig registrieren und schon kann’s los gehen.

Aber genug der vielen Worte, ich zeig’ Euch jetzt, wie’s geht.

 

Ihr braucht:

  • ein Buch (in der free Version zwischen 350 und 450 Seiten, bevorzugt Hardcover)
  • ein Lineal
  • einen Bleistift (und einen Radiergummi ;))
  • eine Wäscheklammer (als Hilfsmittel, nicht zwingend nötig)
  • gegebenenfalls verschiedene Dekomaterialien (Bänder, Schmetterlinge, Blumen…)

 

 

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Das hier wird mein ‘Opfer’. (Gekauft für ein paar Cent  im Trödelladen.)

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Und los geht’s…

Nachdem Ihr Euch bei Orime.de registriert habt, kommt Ihr über den Menüpunkt ‘Vorlagenprogramm’ auf folgende Seite:

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Hier tragt Ihr nun ganz oben die Anzahl der Seiten Eures Buchs ein.

(Achtung: Vergesst nicht, die ‘leeren’ Seiten mit zu zählen, wenn Ihr sie auch mit falten wollt!)

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Anschließend setzt Ihr die Punkte bei ‘Mit der ersten Buchseite beginnen’ (Ihr könnt natürlich auch mit der letzten beginnen, aber mir fällt es so leichter.) und, ganz wichtig, bei der Tabelle mit Maßangaben. Dann stelle ich es mir noch so ein, dass ich das fertige PDF direkt speichern kann, Ihr könnt es Euch aber auch als Email senden lassen.

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Nun müsst Ihr Euch nur noch ein Motiv bzw einen Schriftzug aussuchen (wieder Achtung: die Zeichenbegrenzung liegt bei 5 in der freien Version), auf ‘Vorlage erstellen’ klicken und dann kann der eigentliche Spaß beginnen.

So sieht ein Teil der Vorlage aus, die Ihr angezeigt bekommt:

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Es gibt also für jede Seite, die gefaltet werden soll, 2 cm-Angaben.

Ihr legt Euer Buch vor Euch, das Lineal an und setzt Markierungen an den angegebenen Stellen.

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So verfahrt Ihr mit jeder einzelnen Seite. (Ja, es ist eine Geduldaufgabe… aber, hey, es lohnt sich!)

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Wenn Ihr allle Seiten markiert habt, geht die Falterei los, wie folgt:

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Ihr macht quasi ein Eselsohr an jede Eurer Markierungen, bis hin zur Falz.

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Achtet darauf, dass Ihr sauber bis in die Ecken faltet und jeden Knick etwas mit dem Fingernagel glatt streicht, wenn er sauber sitzt.

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Ihr könnt Euch auch, pro Seite, 2 weitere Markierungen setzen und nur bis dorthin falten, um zum Buchrücken hin etwas Papier stehen zu lassen.

Ich benutze gerne eine Wäscheklammer, um mir die ersten paar Seiten ein bißchen aus dem Weg zu halten. Das sieht dann so aus:

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Es dauert gar nicht lange, bis Ihr beobachten könnt, dass die Figur langsam Form annimmt.

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Oh, Mist, Halbzeitfoto verpasst.

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So, und wenn Ihr nun fleißig dran bleibt, Seite für Seite hübsch knickt, dann haltet Ihr bald ein wunderschönes Ergebnis in den Händen…

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…welches Ihr noch, nach Belieben, schön dekorieren könnt. (Ich mag’s schlicht.)

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Ich finde, die Bücher sind ein tolles Geschenk, die man ganz simpel individualisieren und somit zu etwas ganz persönlichem machen kann. Man kann sich aber auch ganz einfach selbst dran freuen. :)

 

Viel Spaß beim nachbasteln wünscht

das Goo

 

 

 

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